Soziale Netzwerke in der Schule
Soziale Netzwerke im Internet haben einen regen Zulauf. Das größte und bekannteste Portal Facebook hat mittlerweile über 500 Milliionen aktive User. In Deutschland gibt es allein 15 Millionen User, in Österreich bereits 2 Millionen User. Im Durchschnitt hat jeder User 130 Freunde – also Bekannte mit denen er Bilder, News, Kommentare und Meinungen austauschen kann.
Das bedeutet, dass jeder 4. Österreicher und fast jeder 5. Deutsche bei Facebook ein Profil hat und dort aktiv ist. Da ist es ganz natürlich, dass ein Lehrer, der sich bei Facebook anmeldet, dort auf angemeldete Schüler aus seiner Schule oder sogar Klasse treffen wird. Wie ist damit umzugehen? Sollten Lehrer und Schüler gegenseitige Freundschaftsanfragen akzeptieren? Wie kann man Mobbing unter Schülern aber auch unter Lehrern verhindern? Und sollten Schüler überhaupt bei Facebook aktiv sein?
Facebook und die Risiken
Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich über die Risiken im Klaren sein. Wenn ein Lehrer – oder ein Schüler – wahllos Freundschaftsanfragen annimmt und keine Listen mit verschiedenen Empfängergruppen erstellt, so teilt er alles, was er auf Facebook unternimmt und postet mit seinem Freunden. Harmlose Fotos – beispielsweise von einem Grillabend mit den Freunden – können dann schon kritisch sein. Ein biertrinkender Lehrer wird schnell von Schülern zum Säufer abgestempelt – die Eltern der Schüler sehen in so einem Lehrer ein schlechtes Vorbild. Obwohl gegen ein Bier an einem Grillabend nichts einzuwenden ist. Aber auch der Schüler möchte vielleicht nicht unbedingt, dass ihn sein Lehrer biertrinkend auf einem Partyfoto zu sehen bekommt. Ein lustig gemeinter Kommentar zu einem Posting kann schnell falsch verstanden werden und zu Konflikten führen.
Wie kann man seine Privatsphäre schützen?
Wenn man sich als Lehrer oder Schüler auf sozialen Netzwerken und Plattformen bewegt, muss unbedingt aufpassen, wem man Zugriff auf sein Profil gewährt. Facebook bietet mittlerweile die Möglichkeit seine Freunde in bestimmte Listen einzuordnen. So kann man einen Schüler beispielsweise in die Liste „Schüler“ einordnen, einen Kollegen in die Liste „Kollegen“ und echte Freunde in die „Freunde“ Liste. Wenn man nun ein Bild oder einen Kommentar veröffentlicht, kann man auswählen wer dieses Bild oder Posting sehen oder lesen darf. So kann das Partybild nur der echte Freundeskreis sehen, das Bild vom Kollegiumsausflug nur der Kollege und ein unverfängliches Bild dann vielleicht auch der Schüler.
Aber mit diesen Möglichkeiten muss man sich auskennen und beschäftigen. Ein unbedarfter Umgang mit Facebook und ähnlichen Portalen ist keinesfalls zu empfehlen. Es gilt in jedem Fall seine Privatsphäre zu schützen. Informationen dazu finden Sie beispielsweise bei Elternratgebern oder Facebook selbst. Bei Facebook sind die Infos zwar etwas versteckt und die deutsche Übersetzung auf den Seiten etwas gewöhnungsbedürftig – mit der richtigen Anleitung jedoch, kann man mit ein paar Einstellungen seine Privatsphäre effektiv schützen.