Interkulturelle Bildung an deutschen Schulen

Bereits im Oktober 1996 gab es auf der Kultusministerkonferenz einen Beschluss zur Empfehlung „Interkultureller Bildung und Erziehung in der Schule“. Dabei geht es vor allem darum, auf die gewachsene kulturelle Vielfalt in Deutschland zu reagieren. Die heranwachsenden Generationen sollen „auf die Anforderungen einer erhöhten beruflichen Mobilität, der europäischen Integration und des Lebens in Einer Welt vorbereitet werden“ (Beschluss der KMK vom 25.10.1996). Zu häufig machten bereits vor 15 Jahren Intoleranz und Diskriminierung aufgrund religiöser, kultureller, sozialer, rassistischer und nationaler Unterschiede Schlagzeilen. Es wurde Zeit, dass reagiert wurde. Integration war das Schlagwort, denn anders als beim „Unterricht für Kinder von Ausländern“ in den 1950er Jahren sollten Kinder mit Migrationshintergrund die Möglichkeit bekommen, auf natürliche Weise die Muttersprache zu lernen und die gängigen Schulabschlüsse zu erhalten. Interkulturelle Bildung ist demnach die Grundvoraussetzung, sich in einer globalen Welt zurechtzufinden. Globalisierung hat in viele Lebensbereiche Einzug gehalten. So ist es nicht unüblich, dass junge Familien ihre modernen Möbel von fashion4home packen und ins Ausland ziehen, um dort ihre berufliche Erfüllung zu finden. Insbesondere das Internet hat einen großen Teil dazu beigetragen, die unterschiedlichen Teile der Welt miteinander zu vernetzen. Nicht nur Kommunikation über Portale und Programme im World Wide Web sind an der Tagesordnung, auch Alltagsbesorgungen, wie beispielsweise der Kauf eines neuen Sofas, können online bequem erledigt werden.

Wo verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, gibt es natürlich Konflikte. Um diese meistern zu können, bedarf es einer auf Toleranz ausgerichteten Erziehung und Bildung. Lehrer und Lehrerinnen sollten in der Lage sein, der kulturellen Heterogenität ihrer Schüler in Bezug auf die Lerninhalte, aber auch auf die angewendeten didaktischen Methoden und Konzepte gerecht zu werden. Besonders seit Europa stark zusammengewachsen ist, sind Schüleraustausche und Sprachreisen fester Bestandteil der Schulbildung. Und letztlich ist Bildung einer der Hauptwege, sich sozial zu integrieren und zu einem Teil der bestehenden Gesellschaft zu werden. Dementsprechend sollte Bildung kulturübergreifend stattfinden, um die multikulturelle Realität in Deutschland auch hier sichtbar zu akzeptieren.